Die Jahresinflation im Euroraum stieg im April 2026 auf 3,0 Prozent, nach 2,6 Prozent im März. Die monatliche Teuerungsrate für alle Waren und Dienstleistungen lag im April bei 1,0 Prozent.
Der Anstieg ist vor allem auf höhere Energiepreise zurückzuführen. Die Energieinflation erreichte im April 10,9 Prozent, nach 5,1 Prozent im März. Die Inflation bei Dienstleistungen lag bei 3,0 Prozent und damit leicht unter dem Wert des Vormonats von 3,2 Prozent. Lebensmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich um 2,5 Prozent, nicht energiegebundene Industriegüter um 0,8 Prozent.
Die Entwicklung fiel innerhalb der Mitgliedstaaten unterschiedlich aus. Einige Länder wiesen deutlich höhere Raten auf, darunter Bulgarien mit 6,2 Prozent, Kroatien mit 5,4 Prozent und Luxemburg mit 5,2 Prozent. In großen Volkswirtschaften lag die Inflation zuletzt bei 2,9 Prozent in Deutschland und 2,5 Prozent in Frankreich; Spanien notierte bei 3,5 Prozent.
Die Zahlen basieren auf einer vorläufigen Schätzung von Eurostat für April 2026. Ein Anstieg der Verbraucherpreise, insbesondere bei Energie, wirkt direkt auf die Inflationsrate. Für die Nachfrage nach Gold ist vor allem relevant, wie sich reale Renditen entwickeln, Höhere Leitzinsen treiben nominale Renditen, und wenn die Inflation geringer steigt als die nominalen Zinsen, erhöhen sich die realen Renditen, was die Opportunitätskosten des Haltens von Gold steigen lässt. Umgekehrt verringern niedrigere reale Renditen die entgangenen Zinsen beim Halten von Gold und stützen tendenziell die Nachfrage nach dem Edelmetall.