Eurostat schätzt die Jahresinflation im Euroraum im Mai auf 3,2 Prozent, nach 3,0 Prozent im April. Auf Monatsbasis erhöhte sich der harmonisierte Verbraucherpreisindex um 0,1 Prozent.
Die Energiepreise wiesen mit 10,9 Prozent die höchste Jahresrate auf, knapp über dem Wert von 10,8 Prozent im April. Dienstleistungen verteuerten sich mit 3,5 Prozent deutlich stärker als im Vormonat mit 3,0 Prozent. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak lagen bei 2,0 Prozent, nach 2,4 Prozent im April. Nicht energiebezogene Industrieerzeugnisse stiegen um 0,9 Prozent.
Die jährliche Teuerung fällt regional sehr unterschiedlich aus. In Litauen betrug die Rate 5,1 Prozent und in Griechenland 5,0 Prozent. Spanien verzeichnete 3,6 Prozent, Italien 3,3 Prozent, Frankreich 2,8 Prozent und Deutschland 2,7 Prozent.
Die vorliegenden Werte sind als vorläufig gekennzeichnet. Die Kennzeichnung weist darauf hin, dass die Zahlen noch geschätzt sind und später revidiert werden können.
Steigende Inflation bei unveränderten Nominalzinsen reduziert reale Renditen, also die Renditen nach Abzug der Teuerung. Niedrigere reale Renditen senken die entgangenen Zinsen beim Halten von Gold und erhöhen damit dessen relative Attraktivität als Wertspeicher gegenüber zinstragenden Anlagen.