Die Inflationsrate in Deutschland lag im August 2026 bei 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit zog die Teuerung leicht an nach 2,8 Prozent im Juli 2026 und 2,3 Prozent im Juni 2026. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, sagte, "Auch im August waren gestiegene Energiepreise hauptverantwortlich für die Gesamtteuerung".
Die Preise für Energieprodukte insgesamt stiegen binnen Jahresfrist um 10,5 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Kraftstoffe mit 27,7 Prozent und leichtes Heizöl mit 49,6 Prozent. Auf Monatsbasis erhöhten sich die Kraftstoffpreise gegenüber Juli 2026 um 3,1 Prozent und die Energiepreise insgesamt um 1,7 Prozent. Strom, Erdgas einschließlich Betriebskosten und Fernwärme waren im Vorjahresvergleich jedoch günstiger, was die Haushaltsenergie insgesamt leicht entlastete und zu einem Rückgang um 0,7 Prozent führte. Die Preise für Strom sanken um 5,5 Prozent und für Erdgas um 2,9 Prozent.
Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist nur um 0,1 Prozent. Einzelne Waren zeigten allerdings deutliche Unterschiede, etwa Eier mit plus 15,2 Prozent, frisches Gemüse mit plus 5,2 Prozent und Fischwaren mit plus 4,4 Prozent. Demgegenüber fielen Preise für Speisefette und Speiseöle um 15,3 Prozent, Butter verzeichnete ein Minus von 29,9 Prozent.
Warenpreise insgesamt lagen 3,0 Prozent über dem Vorjahresniveau, die Preise für Dienstleistungen stiegen um 2,8 Prozent. Die so genannte Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie betrug 2,4 Prozent. Auf Monatsbasis stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,2 Prozent.
Für Edelmetalle ist die Zinsentwicklung ein relevanter Faktor. Höhere Leitzinsen führen zu höheren entgangenen Zinsen beim Halten von Gold und wirken sich über die realen Renditen auf die Nachfrage nach Gold aus. Damit ist die Beziehung zwischen Zinsniveau, realer Verzinsung und Edelmetallnachfrage ein wichtiger wirtschaftlicher Zusammenhang.