Die Inflationsrate in Deutschland lag im Mai 2026 bei 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit niedriger als im April 2026 (+2,9 %) und im März 2026 (+2,7 %). Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise im Mai 2026 um 0,2 Prozent.
Die Energiepreise waren im Jahresvergleich weiterhin deutlich erhöht und lagen im Mai 2026 um 6,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg resultierte vor allem aus der Entwicklung auf dem Rohölmarkt infolge der Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten. Die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel, die am 1. Mai 2026 in Kraft trat, dämpfte allerdings die Monatsentwicklung, Kraftstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist zwar um 18,0 Prozent, fielen aber gegenüber April 2026 um 7,2 Prozent. Auch leichtes Heizöl verteuerte sich binnen Jahresfrist deutlich (+47,9 %), während Haushaltsenergie insgesamt wegen ihres geringen Anteils an den Konsumausgaben mit -0,8 Prozent günstiger war als ein Jahr zuvor.
Die Preise für Nahrungsmittel stiegen binnen Jahresfrist moderat um 0,4 Prozent; innerhalb dieser Gruppe verteuerten sich Fischwaren (+3,7 %), Zucker und Süßwaren (+3,6 %), Obst (+3,2 %) sowie Fleisch (+2,8 %), während Speisefette und Speiseöle deutlich billiger wurden (-15,3 %). Dienstleistungen insgesamt waren mit +3,1 Prozent teurer als vor einem Jahr, wobei die Nettokaltmieten um 1,9 Prozent zulegten. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, lag im Mai 2026 bei 2,5 Prozent und damit knapp unter der Gesamtteuerung.
Für Edelmetalle wie Gold ist vor allem der Einfluss auf reale Renditen relevant, Wenn nominale Leitzinsen steigen und die Inflationserwartungen nicht im gleichen Maß zunehmen, erhöhen sich reale Renditen und damit die entgangenen Zinsen beim Halten von Gold, was die Nachfrage dämpfen kann; umgekehrt macht ein Rückgang der realen Renditen Gold vergleichsweise attraktiver.