Offene Stellen in den USA lagen im Juli bei 7,3 Millionen, die Zahl der Einstellungen und der Abgänge blieb mit jeweils rund 5,1 Millionen nahezu unverändert. Die Job Openings and Labor Turnover Zahlen zeigen damit insgesamt Stabilität beim Arbeitskräftebedarf und beim Personalwechsel.
Innerhalb der Branchen gab es jedoch Unterschiede. Die Anzahl offener Stellen stieg in der Produktion langlebiger Güter um 76 000. Die Zahl der Einstellungen fiel dagegen deutlich in den Bereichen Professional and Business Services um 188 000. Bei den Abgängen waren die freiwilligen Austritte mit 3,1 Millionen ungefähr auf Vorjahresniveau, während Entlassungen und Kündigungen mit 1,7 Millionen ebenfalls kaum verändert blieben.
Die Raten spiegeln diese Lage wider. Die offene Stellenrate lag bei 4,4 Prozent, die Einstellungsrate bei 3,2 Prozent und die Trennungsrate bei 3,2 Prozent. Die Quit Rate betrug 1,9 Prozent, die Rate für Entlassungen und Kündigungen 1,0 Prozent. In einzelnen Segmenten zeigten sich Bewegungsspuren etwa im Einzelhandel und in der Fertigung, während Staat und Kommunen mehr offene Stellen meldeten als im Vormonat.
Für den Monatsvergleich wurden die Juniwerte zudem angepasst. Die Zahl der offenen Stellen für Juni wurde um 177 000 nach unten auf 7,2 Millionen revidiert. Die Zahl der Einstellungen für Juni wurde um 16 000 auf 5,3 Millionen nach unten korrigiert. Die Gesamtzahl der Abgänge für Juni wurde um 14 000 auf 5,3 Millionen gesenkt. Innerhalb der Abgänge wurde die Zahl der freiwilligen Austritte für Juni um 19 000 auf 3,2 Millionen gesenkt, die Zahl der Entlassungen und Kündigungen wurde um 19 000 auf 1,8 Millionen angehoben.
Der Arbeitsmarkt bleibt damit robust, aber nicht homogen. Für Edelmetalle ist das Umfeld relevant, weil stabile oder stärker als erwartete Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an Zinssenkungen der FED dämpfen. Höhere reale Renditen, also nominale Zinsen abzüglich Inflation, erhöhen die entgangenen Zinsen beim Halten von Gold und können dadurch die Nachfrage nach Gold relativ reduzieren.