Die US Einzelhandelsumsätze lagen im August bei 773,9 Milliarden US Dollar und stiegen gegenüber Juli um 1,2 Prozent (±0,4 Prozent). Gegenüber August 2025 erhöhten sich die Umsätze um 6,0 Prozent (±0,5 Prozent). Die Zahlen sind saisonbereinigt und berücksichtigen Feiertags und Handelsdagschwankungen, nicht jedoch Preisveränderungen.
Für die Periode Juni bis August 2026 meldet das U.S. Census Bureau ein Plus von 6,0 Prozent (±0,5 Prozent) im Vergleich zum gleichen Dreimonatszeitraum des Vorjahres. Die Änderung von Juni auf Juli 2026 wurde leicht nach oben revidiert und liegt nun bei minus 0,5 Prozent (±0,2 Prozent), zuvor war ein Rückgang von minus 0,6 Prozent (±0,4 Prozent) ausgewiesen.
Steigende Einzelhandelsumsätze deuten auf anhaltende Konsumausgaben hin und sind ein wichtiger Indikator für die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Höhere Nachfrage kann Inflationsdruck verstärken und hat damit Einfluss auf die geldpolitischen Entscheidungen der FED, weil die Notenbank auf Preisstabilität und Beschäftigung achtet. Änderungen beim Leitzins der FED wirken sich über nominale und reale Renditen auf Anlageentscheidungen aus.
Gold zahlt keine Zinsen, daher beeinflussen vor allem reale Renditen die Attraktivität von Gold. Wenn reale Renditen steigen, vermindert das relativ die Nachfrage nach Gold. Fallen die realen Renditen, erhöht das tendenziell das Interesse an Gold als werterhaltende Anlage. Die Augustdaten liefern einen aktuellen Hinweis auf die Konsumentennachfrage, die in die Einschätzung von Inflation und Zinsentwicklung einfließt.