Das U.S. Bureau of Labor Statistics weist aus, dass der Erzeugerpreisindex für Endnachfrage im Juli saisonbereinigt unverändert blieb.
Auf Jahresbasis stiegen die Preise für Endnachfrage um 4,7 Prozent. Innerhalb der Monatsbetrachtung glichen sich steigende Preise im Dienstleistungsbereich und kräftige Zuwächse im Baugewerbe einem Rückgang der Warenpreise aus. Der Index für Endnachfrage Dienstleistungen legte monatlich um 0,2 Prozent zu. Die Preise für Endnachfrage Bau stiegen um 2,2 Prozent.
Demgegenüber fiel der Index für Endnachfrage Güter monatlich um 0,7 Prozent. Eine bedeutende Ursache war der Rückgang der Energiepreise um 3,1 Prozent. Mehr als die Hälfte des Monatsrückgangs bei den Güterpreisen ist auf einen 5,7 Prozentigen Preisrückgang bei Benzin zurückzuführen. Auch Diesel, Flugbenzin und bestimmte Kunststoffe gaben nach.
Bei den Erzeugerpreisen ohne Lebensmittel, Energie und Handelsdienstleistungen zeigte sich ein anderer Trend. Dieser Kernindex stieg im Juli um 0,4 Prozent und liegt auf Zwölfmonatsbasis ebenfalls bei 4,7 Prozent. Bei den Zwischenprodukten sanken die Preise für verarbeitete und unverarbeitete Waren, während die Preise für Dienstleistungen für Zwischenbedarf stiegen.
Die Entwicklung der Erzeugerpreise beeinflusst die Inflationserwartungen und damit die Zinserwartungen für den Leitzins der FED. Änderungen der Zinserwartungen wirken über reale Renditen auf die Nachfrage nach physischem Gold. Höhere reale Renditen erhöhen die entgangenen Zinsen beim Halten von Gold und dämpfen die Nachfrage, niedrigere reale Renditen reduzieren diese entgangenen Zinsen und begünstigen die Nachfrage nach Gold.