Das Wichtigste in Kürze

Die Erzeugerpreise in den USA legten im August saisonbereinigt um 0,4 Prozent zu. Haupttreiber war ein starker Anstieg der Dieselpreise um 24,1 Prozent, was einen großen Teil des Anstiegs der Energiepreise ausmachte.

US Erzeugerpreise im August um 0,4 Prozent gestiegen, Dieselpreise springen 24,1 Prozent Inflation

US Erzeugerpreise im August um 0,4 Prozent gestiegen, Dieselpreise springen 24,1 Prozent

Geschrieben von Goldkurs Reporter

Die Erzeugerpreise in den USA stiegen im August saisonbereinigt um 0,4 Prozent, angetrieben von einem kräftigen Sprung der Dieselpreise um 24,1 Prozent.

Die Preise für Endnachfragegüter zogen im Monatsvergleich um 1,1 Prozent an, wobei Energiepreise mit einem Anstieg von 4,2 Prozent über drei Viertel des Anstiegs ausmachten. Die Preise für Endnachfragedienstleistungen stiegen moderat um 0,1 Prozent. Ohne Nahrungsmittel, Energie und Handelsmargen erhöhte sich der Index für Endnachfrage im August um 0,3 Prozent; auf Zwölfmonatsbasis liegt dieser Kernindex bei einem Plus von 4,7 Prozent.

Bei den Waren trugen neben Diesel vor allem Benzin, Flugbenzin und Heizöl zum Anstieg bei; auch Süßwaren, Nüsse und Tabakwaren zogen an. Dagegen sanken die Preise für Wohnstrom um 0,5 Prozent, und bestimmte Industrieprodukte wie Aluminiumhalbzeug verzeichneten Rückgänge. Auf der Vorleistungsseite stiegen die Preise für verarbeitete Güter für die Zwischennachfrage um 1,8 Prozent, wobei verarbeitete Energieprodukte um 7,3 Prozent zulegten.

Auswirkung auf Edelmetalle

Höhere Erzeugerpreise erhöhen die Inflationserwartungen und wirken über reale Renditen auf die Nachfrage nach Gold. Wenn Inflationserwartungen steigen und reale Renditen fallen, verringert sich der entgangene Zins bei goldenen Anlagen, wodurch Gold im Vergleich zu zinstragenden Anlagen relativ attraktiver wird. Umgekehrt können steigende Leitzinsen reale Renditen erhöhen und damit die Attraktivität von Gold verringern. Der aktuelle Anstieg der Energiepreise ist ein unmittelbarer Inflationsfaktor, dessen weitere Entwicklung für die Bewertung von Edelmetallen relevant bleibt.

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