Das US Handelsbilanzdefizit weitete sich im August auf 105,6 Milliarden US Dollar aus, 12,7 Milliarden US Dollar mehr als im überarbeiteten Juli.
Die Gesamtexporte lagen bei 315,2 Milliarden US Dollar, ein Anstieg gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent. Die Gesamtimporte stiegen deutlicher auf 420,8 Milliarden US Dollar, ein Plus von 4,3 Prozent. Insgesamt führte der Anstieg vor allem zu einer größeren Warenbilanz, das Warenloch wuchs um 12,8 Milliarden US Dollar auf 136,6 Milliarden US Dollar, während der Dienstleistungsüberschuss leicht auf 31,0 Milliarden US Dollar anstieg.
Bei den Warenbewegungen erhöhten sich die Warenexporte auf 205,7 Milliarden US Dollar. Unter den Exportpositionen verzeichneten Industriebedarf und nicht monetäres Gold Zuwächse, Letzteres um 2,3 Milliarden US Dollar. Crude Oil und bestimmte Investitionsgüter trugen ebenfalls zum Exportplus bei. Auf der Importseite kletterten die Warenimporte auf 342,2 Milliarden US Dollar. Dort sorgten höhere Einfuhren von Industriebedarf, Crude Oil und nicht monetärem Gold für den größten Zuwachs. Kapitalgüter, Halbleiter und andere Industriegüter legten ebenfalls zu, Konsumgüter und bestimmte pharmazeutische Produkte gaben hingegen nach.
Im Jahr bis August verringerte sich das kumulierte Defizit gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um 138,2 Milliarden US Dollar beziehungsweise 19,9 Prozent, getragen von einem starken Anstieg der Exporte um 11,8 Prozent bei moderatem Importanstieg von 4,4 Prozent. Der Dreimonatsdurchschnitt des Defizits stieg auf 89,9 Milliarden US Dollar, wobei die Durchschnittsexporte leicht fielen und die Durchschnittsimporte zunahmen. Das reale Warenbilanzdefizit nahm im August ebenfalls zu, auf 114,7 Milliarden US Dollar.
Die BEA ersetzt bei der Einrechnung in das Bruttoinlandsprodukt Exporte und Importe von nicht monetärem Gold durch einen Ausgleichswert, der der Differenz zwischen heimischer Produktion und industrieller Nutzung entspricht. Der Wirkungsweg auf Edelmetalle verläuft über Wechselkurs und reale Renditen. Ein schwächerer US Dollar macht Gold in anderen Währungen günstiger, niedrigere reale Renditen reduzieren entgangene Zinsen und erhöhen so relativ die Attraktivität von Gold.