Die US Verbraucherverbraucherpreise sind im Juni saisonbereinigt um 0,4 Prozent gesunken. Damit verzeichnete die Statistik den größten Einmonatseinbruch seit April 2020, während die Jahresrate der Verbraucherpreise bei 3,5 Prozent liegt.
Der Rückgang wurde maßgeblich vom Energiepreisindex getragen, der im Monatsvergleich um 5,7 Prozent fiel und damit die Anstiege bei Shelter und Nahrungsmitteln mehr als ausglich. Die Benzinpreise gingen im Juni um 9,7 Prozent zurück, die Elektrizität sank um 1,0 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt stiegen um 0,2 Prozent, wobei sowohl Nahrungsmittel zu Hause als auch außer Haus jeweils 0,2 Prozent zulegten.
Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie war im Juni unverändert gegenüber dem Vormonat. Zu den Rückgänglern innerhalb dieser Gruppe gehörten Kraftfahrzeugversicherung mit minus 2,0 Prozent, Kommunikation mit minus 1,5 Prozent sowie Bekleidung mit minus 0,6 Prozent. Dagegen legten Preise für Freizeit, Haushaltseinrichtungen und Körperpflege zu. Auf Jahresbasis stieg die Kernrate um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bei den Detaildaten fielen die Eipreise im Monatsvergleich deutlich um 4,3 Prozent, Milch und verwandte Produkte legten um 1,2 Prozent zu. Die Energiekomponente weist über zwölf Monate ein Plus von 15,7 Prozent auf, getragen vor allem von einem starken Anstieg der Benzinpreise gegenüber dem Vorjahr.
Änderungen der Inflationsrate wirken sich indirekt auf die Nachfrage nach Gold aus, weil sie die realen Renditen beeinflussen. Höhere Leitzinsen oder eine stärkere reale Rendite erhöhen die entgangenen Zinsen beim Halten von Gold und dämpfen die Nachfrage, während niedrigere reale Renditen die Attraktivität von Gold relativ erhöhen.