Die Eurozone verzeichnete im April 2026 ein Handelsbilanzdefizit von 1,0 Milliarden Euro. Im April 2025 hatte die Eurozone noch einen Überschuss von 8,7 Milliarden Euro, im März 2026 lag der Überschuss bei 4,9 Milliarden Euro.
Die Warenausfuhren in die übrige Welt stiegen im April 2026 auf 255,4 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 5,0 Prozent gegenüber April 2025. Die Einfuhren wuchsen stärker und erreichten 256,4 Milliarden Euro, ein Anstieg von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Verschlechterung gegenüber April 2025 um 9,7 Milliarden Euro erklärt sich vor allem durch ein größeres Energiedefizit und durch einen verminderten Überschuss bei Maschinen und Fahrzeugen.
Für die ersten vier Monate des Jahres ergab sich ein deutlich niedrigerer Jahresüberschuss. Von Januar bis April 2026 blieb ein Überschuss von 12,9 Milliarden Euro, nach 63,7 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum 2025. In den ersten vier Monaten fielen die Exporte auf 970,1 Milliarden Euro, ein Rückgang von 3,6 Prozent, während die Importe auf 957,2 Milliarden Euro stiegen, ein Plus von 1,5 Prozent. Der innergemeinschaftliche Warenverkehr der Eurozone nahm in diesem Zeitraum um 3,1 Prozent auf 924,9 Milliarden Euro zu.
Ein größeres Energiedefizit erhöht die Importrechnung und kann preisdrückende oder preistreibende Effekte auf die Verbraucherpreise haben. Geldpolitische Entscheidungen reagieren auf die Entwicklung von Preisen und Leistungsbilanz. Für Gold ist vor allem die Entwicklung der realen Renditen relevant, also der Nominalzinsen abzüglich der Inflation. Sinkende reale Renditen verringern die entgangenen Zinsen bei nicht verzinslichen Anlagen wie Gold und erhöhen so relativ gesehen dessen Attraktivität, steigende reale Renditen erhöhen die entgangenen Zinsen und können die Nachfrage nach Gold dämpfen.