Die FED belässt den Zielbereich für den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Der Offenmarktausschuss stimmte mit 12 zu 0 für die Entscheidung und bekräftigte zugleich die Politik, umfangreiche Reserven im Bankensystem zu halten, zur Unterstützung ihres doppelten Mandats.
Die Wirtschaftsaktivität expandiert demnach mit solider Geschwindigkeit, auch wenn die Unsicherheit erhöht bleibt, unter anderem infolge des Konflikts im Nahen Osten. Produktivitätswachstum und Unternehmensinvestitionen werden als stark beschrieben. Die Beschäftigungszuwächse halten mit dem Arbeitskräfteangebot Schritt, und die Arbeitslosenquote hat sich kaum verändert.
Die Inflation liegt weiterhin über dem Ziel von 2 Prozent, wobei Angebotsstörungen in bestimmten Bereichen, darunter Energie, zu Preisanstiegen geführt haben. Der Ausschuss erklärt, Preisstabilität erreichen zu wollen.
Die Entscheidung reflektiert damit eine Situation mit moderatem Wachstum, stabilem Arbeitsmarkt und anhaltendem Inflationsdruck, wobei die FED die geldpolitischen Rahmenbedingungen vorerst unverändert lässt.
Was das für Gold bedeutet
Gold zahlt keine Zinsen, deshalb beeinflussen reale Renditen die Kosten des Haltens von Gold. Reale Renditen ergeben sich aus den Nominalzinsen abzüglich der Inflation; höhere reale Renditen erhöhen die entgangenen Zinsen beim Goldhalten. Bleiben die Nominalzinsen auf dem aktuellen Niveau und sinkt die Inflation, steigt das reale Renditeniveau und damit die entgangenen Zinsen beim Gold. Umgekehrt verringern sinkende reale Renditen die entgangenen Zinsen und stärken damit relativ die Attraktivität von Gold.
Der Ausschuss unterstreicht, die Geldpolitik so zu führen, dass Preisstabilität erreicht wird.