Die FED hat den Leitzins auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Der Offenmarktausschuss stimmte 12-0 für eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte und führt die Maßnahme zur Unterstützung des doppelten Mandats durch.
Die Notenbank behält eine Politik umfangreicher Reserven im Bankensystem bei. Die US Wirtschaft expandiert weiterhin in solidem Tempo. Trotz erhöhter Unsicherheit, unter anderem wegen geopolitischer Entwicklungen, bleibt die Inlandsnachfrage robust. Produktivitätswachstum und Unternehmensinvestitionen zeigen Stärke und der Arbeitsmarkt verzeichnet Beschäftigungszuwächse im Einklang mit dem Arbeitskräfteangebot, die Arbeitslosenquote hat sich kaum verändert.
Die Inflation bleibt erhöht. Die Zinsanhebung soll eine zeitnahe Rückkehr zur Inflationsrate von 2 Prozent unterstützen und die Preisstabilität wiederherstellen. Die Entscheidung ist klar auf dieses Ziel ausgerichtet.
Für Gold und andere Edelmetalle ergeben sich aus einem höheren Leitzins die bekannten Wirkungswege. Höhere nominale Zinsen führen in der Regel zu höheren realen Renditen, also zu einer größeren Verzinsung von Anlagen mit Ertrag. Gold ist ein nicht verzinsliches Asset, daher steigt sein Opportunitätskostennachteil gegenüber zinstragenden Anlagen wenn reale Renditen zunehmen. Daraus kann sich eine geringere Nachfrage nach physischem Gold gegenüber verzinsten Alternativen ergeben.
Gleichzeitig beeinflussen Inflationsentwicklung und realwirtschaftliche Stärke die Anlageentscheidungen. Solange Inflation erhöht bleibt und die Notenbank eine Rückkehr zur 2 Prozent Marke anstrebt, bleibt die geldpolitische Richtung ein zentraler Faktor für die Bewertung von Edelmetallen.