Der Offenmarktausschuss FOMC der FED senkt den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Zielspanne von 3,75 bis 4,00 Prozent.
Die Entscheidung folgt auf Anzeichen für moderates Wirtschaftswachstum und eine Abschwächung der Stellenzuwächse, während die Arbeitslosenquote bis August leicht gestiegen, aber weiterhin niedrig geblieben sei. Gleichzeitig habe die Inflation seit Anfang des Jahres wieder zugenommen und bleibe etwas erhöht. Vor diesem Hintergrund sieht der Ausschuss die Abwärtsrisiken für die Beschäftigung zuletzt gestiegen und verschiebt die Risikoabwägung zu Gunsten einer Zinssenkung.
Die FED bekräftigt das langfristige Ziel von maximaler Beschäftigung und einer jährlichen Inflation von 2 Prozent. Für die weitere Ausrichtung der Geldpolitik will der Ausschuss die eingehenden Daten, die sich entwickelnde Konjunkturaussicht und die Risikolage genau prüfen. Die FED erklärt sich bereit, den geldpolitischen Kurs erneut anzupassen, falls sich Risiken materialisieren, die die Erreichung dieser Ziele behindern.
Der Ausschuss beschloss, die Reduzierung seiner Wertpapierbestände am 1. Dezember zu beenden. Damit endet der Abbau der Bilanzbestände und das Portfolio wird ab diesem Datum nicht mehr aktiv verringert.
Bei der Abstimmung stimmten Jerome H. Powell, John C. Williams, Michael S. Barr, Michelle W. Bowman, Susan M. Collins, Lisa D. Cook, Austan D. Goolsbee, Philip N. Jefferson, Alberto G. Musalem und Christopher J. Waller für die Zinssenkung. Gegen die Entscheidung stimmten Stephen I. Miran, der eine Senkung um 0,50 Prozentpunkte bevorzugte, und Jeffrey R. Schmid, der keine Änderung bevorzugte.
Niedrigere Nominalzinsen verringern die entgangenen Zinsen beim Halten von Gold, also die Kosten gegenüber zinstragenden Anlagen. Die relative Attraktivität von Gold hängt vor allem von realen Renditen und den Inflationserwartungen ab. Änderungen bei diesen Größen beeinflussen die Nachfrage nach physischem Gold und anderen Edelmetallen.