Die weltweite Goldnachfrage überstieg 2025 erstmals 5.000 Tonnen und erreichte damit einen Wert von 555 Milliarden US Dollar. Damit stieg der Wert gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent, getrieben vom höchsten Jahresdurchschnittspreis seit Beginn der Aufzeichnungen.
Investoren trugen maßgeblich zum Nachfrageanstieg bei. Die Bestände in börsengehandelten Goldfonds stiegen 2025 um 801,2 Tonnen, das zweitstärkste Jahreswachstum in der Historie. Käufe von Barren und Münzen beschleunigten sich auf ein 12-Jahreshoch und erreichten 1.374,1 Tonnen. Quartalsweise erreichte die Nachfrage im vierten Quartal mit 1.303 Tonnen einen Rekordwert, gestützt von Nettozuflüssen in ETFs von 175 Tonnen und besonders hoher Barrennachfrage und Münznachfrage.
Zentralbanken kauften 863,3 Tonnen und lagen damit am oberen Ende der erwarteten Spanne für 2025. Die Käufe blieben geografisch weit gestreut und historisch hoch, fielen aber gegenüber dem jüngsten Tempo etwas geringer aus. Schmucknachfrage in Tonnen sank wegen der anhaltenden Preisrallye, der positive Konsumentenwert zeigte sich jedoch im Rekordwert der Schmucknachfrage von 172 Milliarden US Dollar.
Auf der Angebotsseite legte die Minenproduktion leicht zu und erreichte nach ersten Schätzungen mit 3.671,6 Tonnen einen neuen Rekord. Recycling stieg moderat auf 1.404,3 Tonnen, sodass das Gesamtangebot 2025 bei 5.002,3 Tonnen lag. Der LBMA Goldpreis setzte 2025 insgesamt 53 neue Allzeithochs; der Jahresdurchschnitt lag bei 3.431,5 US Dollar je Unze, im vierten Quartal bei 4.135,2 US Dollar je Unze.
Höhere Goldpreise, starke ETF-Zuflüsse und anhaltende Zentralbankkäufe sorgten 2025 für die außergewöhnliche Nachfrage. Für Anleger ist dabei der Zusammenhang von Zinsen, realen Renditen und Gold wichtig, Niedrigere reale Renditen erhöhen die relative Attraktivität von Gold als Vermögensschutz, während steigende Zinsen die Opportunitätskosten des Goldbesitzes erhöhen.
Daten, World Gold Council; Nachfrage- und Angebotszahlen zusätzlich Metals Focus.