Das Wichtigste in Kürze

Die weltweite Goldnachfrage lag im ersten Quartal 2026 inklusive OTC bei 1.231 Tonnen und erreichte einen Wertrekord von 193 Milliarden US Dollar. Barren und Münzen stiegen stark, ETF-Zuflüsse blieben hinter dem Vorjahr zurück. Metals Focus revidierte die Schätzung der Zentralbankkäufe deutlich nach unten.

Goldnachfrage Q1 2026 bei 1.231 Tonnen und Wertrekord Edelmetalle

Goldnachfrage Q1 2026 bei 1.231 Tonnen und Wertrekord

Geschrieben von Goldkurs Reporter

Die weltweite Goldnachfrage erreichte im ersten Quartal 2026 einschließlich OTC 1.231 Tonnen und der Wert stieg auf ein Rekordniveau von 193 Milliarden US Dollar. Der durchschnittliche LBMA Goldpreis lag im Quartal bei 4.872,9 US Dollar je Unze und erreichte im Januar mit 5.405 US Dollar je Unze ein historisches Zwischenhoch.

Anlegerkäufe trugen die Volumenzunahme. Barren und Münzen legten auf 474 Tonnen zu, ein Anstieg von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, angeführt von Käufen in Asien. Käufe in physisch hinterlegten ETFs fielen netto um 62 Tonnen aus, blieben damit aber deutlich hinter dem starken ersten Quartal 2025 zurück, als US Fonds im März größere Rückflüsse verzeichneten. Schmucknachfrage zeigte ein differenziertes Bild, die verkauften Mengen sanken um 23 Prozent, der Ausgabebetrag stieg jedoch um 31 Prozent.

Die industrielle Nutzung von Gold stieg leicht auf 82 Tonnen, unterstützt durch die weiter wachsende Nutzung in der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Das Gesamtangebot erhöhte sich um 2 Prozent auf 1.230,9 Tonnen, getragen von leicht höherer Minenproduktion und einem fünfprozentigen Anstieg beim Recycling.

Metals Focus hat die Schätzung der Zentralbankkäufe für das erste Quartal 2026 von 244 Tonnen auf 57 Tonnen revidiert. Dabei wurden 187 Tonnen als over the counter und sonstige Nachfrage umklassifiziert. Der World Gold Council verweist weiterhin darauf, dass geopolitische Risiken sowie anhaltend hohe Preise und Inflationsdruck die Investmentnachfrage und Zentralbanknachfrage 2026 unterstützen dürften, während die Schmucknachfrage unter Preisdruck bleibt.

Leitzinsen und reale Renditen beeinflussen die Goldnachfrage über entgangene Zinsen. Steigende reale Renditen erhöhen die entgangenen Zinsen beim Halten von Gold und dämpfen dadurch die Nachfrage, sinkende reale Renditen reduzieren diese Kosten und stützen die Nachfrage.

Quelle World Gold Council; Nachfrage- und Angebotsdaten Metals Focus.

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