Die US Verbraucherpreise stiegen im August saisonbereinigt um 0,4 Prozent. Auf Zwölfmonatsbasis liegen die Verbraucherpreise 3,4 Prozent über dem Vorjahr, der Wert blieb gegenüber dem Vormonat unverändert.
Treiber des Monatsanstiegs war Benzin, dessen Index um 3,9 Prozent zunahm und mehr als ein Drittel des gesamten monatlichen Anstiegs ausmachte. Insgesamt legte der Energieindex um 2,1 Prozent zu, während die Nahrungsmittelpreise moderat um 0,1 Prozent stiegen. Der Index für Wohnkosten stieg um 0,3 Prozent, was weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Inflation darstellt.
Die sogenannte Kerninflation, also die Preise ohne Nahrungsmittel und Energie, erhöhte sich um 0,3 Prozent im Monatsvergleich und beträgt über zwölf Monate 2,4 Prozent. Zu den weiteren monatlichen Zuwächsen zählten Kommunikation, Hotelübernachtungen, Flugpreise, Bildung sowie Gebrauchtwagen und -trucks. Dagegen gaben Indizes für medizinische Versorgung und Kfz Versicherung im August nach.
Für Edelmetalle ist die Zusammensetzung der Inflation relevant, weil sich Preisentwicklung und Geldpolitik auf reale Renditen auswirken. Höhere Inflation kann die realen Renditen senken, die Opportunitätskosten für nicht verzinsliche Anlagen wie Gold verringern und damit die Nachfrage beeinflussen. Entscheidungen der Notenbanken, vor allem über den Leitzins, steuern nominale Zinsen und damit die realen Renditen, die wiederum das Interesse an Gold als Inflationsschutz oder Wertspeicher beeinflussen.
In den Detaildaten zeigen starke Anstiege bei Benzin und Energie über zwölf Monate die Volatilität einzelner Komponenten, während Nahrungsmittel und Wohnkosten weiter zur Basisinflation beitragen. Nutzer, die kurzfristige Trends analysieren, bevorzugen saisonbereinigte Werte, Verbraucherorientierte Betrachtungen stützen sich auf nicht saisonbereinigte Daten.